Schiedsgutachten
Ein Schiedsgutachten dient der außergerichtlichen Klärung von Streitfragen zwischen Parteien. Es wird einvernehmlich beauftragt und beantwortet zuvor definierte Fragestellungen.
Das Verfahren ermöglicht eine verbindliche Entscheidung außerhalb eines gerichtlichen Prozesses.
Anwendungsbereiche
Ein Schiedsgutachten wird insbesondere eingesetzt bei:
- Streit über Schadenursachen
- Differenzen zur Schadenhöhe
- Auseinandersetzungen zwischen Käufer und Verkäufer
- Meinungsverschiedenheiten zwischen Werkstatt und Auftraggeber
- Gewährleistungsfragen
- Bewertung von Restwerten oder Reparaturumfängen
Abgrenzung zum Gerichtsgutachten
Ein
Gerichtsgutachten
wird durch ein Gericht im Rahmen eines Verfahrens oder Prozesses beauftragt.
Ein Schiedsgutachten erfolgt auf Grundlage einer Vereinbarung der beteiligten Parteien.
Die Parteien legen die zu beantwortenden Fragen fest.
Je nach Vereinbarung kann das Ergebnis verbindlich sein.
Vorgehensweise
Zu Beginn werden Untersuchungsgegenstand und Fragestellungen eindeutig definiert. Anschließend erfolgt die Untersuchung des Sachverhalts auf Grundlage der vereinbarten Punkte.
Das Gutachten beschränkt sich auf die festgelegten Fragen.
Inhalt des Schiedsgutachtens
Das Schiedsgutachten umfasst:
- Darstellung des Sachverhalts
- Beschreibung der festgestellten Zustände
- Beantwortung der vereinbarten Fragen
- Begründung der Ergebnisse
Schiedsgutachten im Bereich Landmaschinen
Im Bereich Landmaschinen und Arbeitsmaschinen betreffen Streitfragen häufig Schadensursachen, Verschleißbewertungen oder Reparaturumfänge, Ankauf und Verkauf von Maschinen.
Ein Schiedsgutachten kann zur Klärung beitragen, bevor gerichtliche Schritte eingeleitet werden.
